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Das Schönste an der Kunst ist die Unberechenbarkeit!

 

Jürgen Essers

Kunstfreund

Als Ihr individueller Berater für privat oder gewerblich stehe ich Ihnen bei Ihren Kunstgeschäften kompetent zur Seite.

Jürgen Essers 

ist auch mit 75 Jahren

noch rastlos.

Der ehemalige

Banker ist mit

Kunstausstellungen

wie seiner Sammlung

"Ei und Werk" bekannt

geworden. 

 

Und er kämpft, unter anderem, für die Rückkehr des Alufanten und den Erhalt des Rheydter Stadtkassen-Portals

 

Die Warnung ist angebracht: "Vorsicht, stolpern Sie nicht!", sagt Jürgen Essers dem Besucher, der nach einer halbwegs gangbaren Slalomstrecke durch die Wohnung sucht. Nur die Böden von Bad und Küche sind einigermaßen frei. Überall sonst warten Bilder, Plastiken, Bücher. Zeitschriften und Papiere darauf, dass vielleicht irgendwann noch mal ein Plätzchen frei wird in, an oder auf den dicht gefüllten Wänden, Schränken und Regalen, Tischen, Bänken, Sofas, Sesseln und Stühlen. Ach ja: Das Bett ist noch frei, das Schlafzimmer ansonsten passt zu den übrigen Räumen.

"Chaotisch" beschreibt der Hausherr selbst den Zustand - "aber ich finde alles". Und es gibt viel zu suchen und zu finden in seinem Heim, das ein Alptraum für jede ordentliche Hausfrau sein muss. Jürgen Essers braucht sich darüber aber keine Sorgen zu machen: Er lebt seit langem getrennt ("aber nicht im Streit und nicht wegen meiner Sammel-Leidenschaft") von seiner Frau. Die so richtig erst anfing, nachdem sie sich getrennt hatten.

Wenn Jürgen Essers etwas sieht, das ihm gefällt, dann will er es kaufen. Seine erste Sammelleidenschaft galt mechanischen Armbanduhren. Die aber mussten dran glauben, als der Abteilungsdirektor für Organisation und Zahlungsverkehr der Deutschen Bank in Leipzig 1980 zurück nach Mönchengladbach kam. Seine beruflichen Wanderjahre quer durch die Republik waren da zwar noch längst nicht vorüber. Doch nach Frankfurt und Stuttgart hatte er nun wieder seinen Wohnsitz in der alten Heimat. Und hier schleppte ihn ein Freund in eine Vernissage im Haus eines Gladbacher Arztes mit Werken des peruanischen, in Belgien lebenden Mediziners und Künstlers Antonio Máro.

"Ein Bild hat mir besonders gefallen, ich habe es gekauft", erzählt Jürgen Essers. Und das Gefallen wurde langsam zur Leidenschaft. Er besuchte die Kunstauktion der Sammlerin Hiltrud Neumann zur Aktion für den Erhalt des Gladbacher Stadttheaters, lernte hiesige Künstler kennen, kaufte das eine oder andere Werk. Er arbeitete sich durch den Wälzer "Kunst c/o Mönchengladbach" des städtischen Kulturamtes, suchte Kontakt zu den aufgeführten Künstlern - und kaufte. Er verkaufte seine stattliche Uhrensammlung, kaufte immer mehr Kunst. Seine Wohnung, 1984 von Hamern in die Rheydter City verlegt, füllte sich mit Bildern, Skulpturen, Büchern.

Eine Stilrichtung kann der Betrachter nicht ausmachen. Sie ist auch gar nicht erst gewollt. "Ich kaufe das, was mir gefällt", sagt Jürgen Essers. Aber dann kommt der Zusatz, der den Künstlern oft nicht gefällt, aber seinem Beruf geschuldet ist: "Ich kaufe nicht einfach drauflos, ich muss es mir auch leisten können. Als Banker habe ich gut verdient, doch ich muss schon haushalten." So beginnt dann das, was er auf Gladbacherisch "huddeln" nennt: das Feilschen um den Preis. Jürgen Essers "will immer einen Deal", der beide Seiten zufriedenstellt.

Es sind auch nicht die großen Namen, nach denen er kauft. Sondern bevorzugt hiesige Künstler. Kein Markus Lüpertz findet sich bei ihm, aber ein Ingo Wegerl, Robert Hejkoop oder Josef Jan Michnia, um ein paar zu nennen. Mehr als 1000 Euro gibt Essers selten für ein Objekt aus, die Mehrzahl liege sehr deutlich darunter: "Kürzlich habe ich sogar ein Bild bei ebay gekauft, für 1,99 Euro. Aber es gefällt mir halt. Der Besitzer war aus Rheydt, ich habe es selbst abgeholt und dann auf zwei Euro aufgerundet." Ein echter Deal.

Mehr als tausend Bilder und Grafiken, dazu 250 Plastiken habe er heute, sagt Jürgen Essers - was eher zurückhaltend erscheint. Doch besonders wertvolle Objekte sind wohl nicht darunter. "Bei einem Einbruch haben die Täter sich offensichtlich zwar gründlich umgesehen, aber gar nichts mitgenommen", erzählt Jürgen Essers. Ihm aber gefallen ("oder haben zumindest gefallen, als ich sie kaufte") die Stücke seiner privaten Sammlung.

Einen Teil davon hat er schon mal öffentlich gemacht in drei Ausstellungen. Die erste und aufsehenerregendste mit fast 5000 Besuchern war 2005 "Ei und Werk": Dabei wurden im Schloss Rheydt 243 ausgeblasene Straußeneier gezeigt, die Jürgen Essers von ausgesuchten Künstlern bis aus dem russischen St. Petersburg hat bemalen lassen- was ihm den Spitznamen "Eggman" einbrachte. Die zweite Ausstellung "Polarität" war 2010 im Menge-Haus an der Fliethstraße, mit einem aufwendigen Katalog "als Hommage an die Künstler", die dritte unter dem Titel "Sammelsurium" 2012 im ehemaligen Porzellanhaus Heinemann an der Hauptstraße. Dazu zeigte Jürgen Essers Sohn Frank einige Male in seiner Bad Oeynhausener Arztpraxis Stücke aus Vaters Sammlung.

Aus einem neuen Projekt ist nun noch eine Ausstellung, seine vierte, geworden: ein Kreuzweg-Zyklus mit 14 Künstlern März/April 2015 in der St.-Marien-Kirche in Rheydt.

Quelle: RP Von O. E. Schütz

 

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